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Untersuchung findet keinerlei illegal geschlagenes Holz in IKEA Lieferkette

Spreitenbach - 2-10-2020 | Unternehmen

Im Frühjahr 2020 hat das britische NGO Earthsight IKEA vorgeworfen, dass illegal geschlagenes Holz über die Ukraine und Rumänien in die IKEA Lieferantenkette gelangt sei. Die Sendung Kassensturz vom Schweizer Fernsehen hat anlässlich einer Spezialsendung vom 23. Juni 2020 darüber berichtet, unlängst hat auch der Bruno Manser Fonds die Vorwürfe kolportiert. IKEA hat daraufhin eine umfassende Untersuchung eingeleitet. Die nun vorliegenden Ergebnisse einer internen und einer externen Untersuchung zeigen, dass in der IKEA Lieferantenkette nur legal geschlagenes Holz verwendet wird. IKEA Schweiz nimmt diesen Befund mit Genugtuung zur Kenntnis.

Insgesamt haben ausgewiesene Experten zwei Untersuchungen durchgeführt: eine interne sowie eine externe von der unabhängigen Drittpartei Legallis Ukraine Limited Liability Company (Legallis LCC). Im internen Verfahren hat IKEA alle Prozesse und Dokumente überprüft, die zwischen den Lieferanten und dem Unternehmen bestehen. Dabei haben die Prüfer mehr als 10'000 Einträge und Dokumente nachverfolgt, um die Herkunft und Richtigkeit aller Angaben sicherzustellen. IKEA arbeitet dafür mit dem hauseigenen Wood Tracing System, in welchem die Herkunft und alle weiterführenden Informationen zu Hölzern erfasst werden. Dies ermöglicht IKEA die lückenlose Nachverfolgung der Herkunft des Holzes und den Zugriff auf die Informationen, welcher Lieferant mit welchen Hölzern arbeitet.
Die unabhängige, externe Untersuchung hat die Drittpartei Legallis LCC in Ergänzung dazu direkt vor Ort vorgenommen. Diese beinhaltete Besuche an zehn Standorten, um mit ausschliessender Sicherheit sicherzustellen, dass der Holzschlag strikt innerhalb der Grenzen der zu bewirtschaftenden Waldflächen stattfindet.
 
Die Ergebnisse beider Untersuchungen ergaben keine Hinweise darauf, dass illegal geschlagenes Holz in die Lieferantenkette von IKEA gelangt ist. Beide Untersuchungen weisen jedoch auf die widersprüchliche Auslegung des Gesetzes bezüglich des Holzschlags während der Schonzeit hin. Die Schonzeit ist die Zeit, in der die Tiere am wenigsten gestört werden sollten und daher Aktivitäten wie Holzeinschlag und Jagd eingeschränkt sind. IKEA unterstützt deshalb die Massnahmen, die der FSC (Forest Stewardship Council) ergriffen hat, um das Problem zu lösen und die Frage der widersprüchlichen Gesetzgebung anzugehen.
 
IKEA Schweiz zeigt sich zufrieden und froh darüber, dass sich nach Abschluss der Untersuchung der Verdacht von Earthsight und des Bruno Manser Fonds nicht bestätigt hat und dass die Überprüfung lückenlos zu Tage gebracht hat, dass die Vorhaltungen somit ungerechtfertigt gewesen sind.
 

Keine Toleranz bei Verstössen
IKEA bekräftigt, kein illegal geschlagenes Holz in ihren Produkten zu akzeptieren. Die Unternehmensrichtlinien diesbezüglich sind unmissverständlich. Treten nachweisliche Verstösse gegen diese Richtlinien auf, schliesst IKEA die fehlbaren Unternehmen als Lieferanten umgehend aus.
 

Holzbeschaffung bei IKEA
Als ein grosser Verbraucher von Holz arbeitet IKEA bewusst und engagiert daran, seine globale Reichweite als Motor für positive Veränderungen zu nutzen. Das Unternehmen bezieht Holz aus über 50 Ländern. Über die Hälfte des Holzes stammt aus Schweden, Polen, Italien und Russland. In der Ukraine bezieht IKEA weniger als 1% seines Holzbedarfs. IKEA ist aber überzeugt davon, dass sich die Präsenz in genau solchen (für illegalen Holzschlag) risikoreichen Gebieten lohnt, um mit gutem Beispiel zu einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung beizutragen und einen positiven Einfluss auf die Wälder der Welt auszuüben.
 
IKEA beschäftigt ein globales Team von ca. 40 Spezialisten für Holzversorgung und Forstwirtschaft. Das Team setzt sich dafür ein, dass IKEA sein verwendetes Holz verantwortungsbewusst beschafft und so zur Weiterentwicklung einer verantwortungsbewussten Waldbewirtschaftung beiträgt.
 
Jessica Anderen, die CEO von IKEA Schweiz, bringt das Engagement auf den Punkt: «Wir bei IKEA glauben, dass wir mit der Verbesserung einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung mehr für die Wälder der Welt erreichen können, wenn wir mit anderen zusammenarbeiten. Wir nehmen Berichte und Erkenntnisse von NGOs und anderen Interessengruppen sehr ernst. Nach den jüngsten Berichten von Earthsight, Kassensturz und dem Bruno Manser Fonds haben wir sofort mit der Untersuchung begonnen. Die Untersuchungen wurden im Hinblick auf unsere eigenen strengen und umfassenden IKEA-Forstvorschriften durchgeführt.»

Über die Ingka Group
Die Ingka Group (Ingka Holding B.V. und die von ihr kontrollierten Tochtergesellschaften) ist eine von zwölf Unternehmensgruppen, die im Rahmen von Franchiseverträgen mit IKEA Systems B.V. IKEA Einrichtungshäuser besitzen und betreiben. Die Ingka Group verfügt über drei Geschäftsbereiche: IKEA Retail, Ingka Investments und Ingka Centres. Mit 374 IKEA Einrichtungshäusern in 30 Ländern ist die Ingka Group ein strategischer Partner im Franchisesystem von IKEA. Diese IKEA Einrichtungshäuser verbuchten im Geschäftsjahr 2019 839 Millionen Besuche. IKEA.com verzeichnete 2,6 Milliarden Besuche. Die Ingka Group betreibt ihr Geschäft gemäss der Vision von IKEA: Einen besseren Alltag für die vielen Menschen schaffen. Dazu wird eine breite Palette von Produkten für die Heimeinrichtung angeboten, die formschön und funktional sind. Die Preise sind so niedrig, dass sie für möglichst viele Menschen erschwinglich sind.

Über IKEA Schweiz
1973 eröffnete IKEA in Spreitenbach das erste Einrichtungshaus ausserhalb Skandinaviens. Heute betreibt IKEA Schweiz neun Einrichtungshäuser an unterschiedlichen Standorten. Jessica Anderen steht dem Unternehmen seit Oktober 2019 als CEO vor. IKEA Schweiz beschäftigt rund 2'800 Mitarbeitende und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von rund CHF 1,1 Milliarden.

Leiter PR / Kommunikation IKEA Schweiz

Aurel Hosennen
Müslistrasse 16, 8957 Spreitenbach

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